Schönheit und Wellness
4 Genehmigungen in Deutschland
Genehmigungen und Registrierungen für Schönheitssalons, Friseure, Wellnesscenter und Körperpflegebetriebe. Diese Kategorie umfasst Lizenzen für Friseurtätigkeit (Salon und mobil), Ästhetik- und Schönheitsbehandlungen, Tattoo- und Piercingstudios, Sonnenstudios sowie Pool- und Spa-Anlagen. Wenn Ihr Unternehmen Körperpflege-, Schönheits- oder Wellnessdienstleistungen anbietet, prüfen Sie hier die Hygiene- und Betriebsanforderungen.
Hygieneregistrierung für Tattoo- und Piercingstudios
KommunalTattoostudios, Piercingstudios und ähnliche Betriebe, die invasive kosmetische Eingriffe durchführen, müssen sich vor Eröffnung beim zuständigen Gesundheitsamt anmelden. Diese Registrierung stellt sicher, dass Räumlichkeiten und Arbeitsabläufe den Anforderungen des Infektionsschutzes entsprechen.Sie müssen einen Grundriss mit Darstellung der Arbeitsbereiche sowie einen schriftlichen Hygieneplan einreichen, der Sterilisation, Desinfektion und Abfallentsorgung beschreibt. Das Gesundheitsamt führt eine Erstinspektion und regelmäßige Folgekontrollen durch. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Bundesland, da jedes Land eigene Hygieneverordnungen hat. Übliche Vorgaben umfassen Einwegmaterialien, Autoklavsterilisation, ausreichende Belüftung und dokumentierte Schulungen in Hygiene und Infektionsschutz. Das Tätowieren von Minderjährigen ist unabhängig von einer Einwilligung der Eltern untersagt.
Ausgestellt von: Gesundheitsamt
Kosmetikherstellung - EU-Notifizierung (CPNP)
NationalHersteller und Importeure kosmetischer Mittel müssen jedes Produkt vor dem Inverkehrbringen im EU-Kosmetikprodukte-Notifizierungsportal (CPNP) melden. Diese Pflicht ergibt sich aus der EU-Verordnung 1223/2009 und gilt für alle, die Kosmetika in Deutschland produzieren oder von außerhalb der EU importieren.Für jedes Produkt muss eine verantwortliche Person benannt werden, in der Regel der Hersteller (bei Sitz in der EU) oder der Importeur. Sie müssen einen Sicherheitsbericht erstellen, alle Inhaltsstoffe nach INCI-Nomenklatur auflisten und die Informationen im CPNP hochladen. Die Notifizierung ist kostenlos. Nach erfolgter CPNP-Meldung ist keine zusätzliche nationale Meldung in EU-Mitgliedstaaten erforderlich.
Ausgestellt von: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Friseurmeister - Meisterpflicht
RegionalDie Eröffnung eines Friseursalons in Deutschland setzt einen Meisterbrief im Friseurhandwerk voraus, da das Friseurhandwerk in Anlage A der Handwerksordnung (HwO) als meisterpflichtiges Gewerbe geführt wird. Ohne Meisterbrief ist eine selbständige Salonführung nicht erlaubt. Alternativ kann ein qualifizierter Friseurmeister als Betriebsleiter eingestellt oder eine Ausnahmebewilligung nach §§ 7b oder 8 HwO beantragt werden.Der Meisterbrief wird durch Bestehen der Meisterprüfung bei der Handwerkskammer (HWK) erworben, die praktische Fertigkeiten, Betriebswirtschaft und berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse umfasst. Anschließend muss der Betrieb in die Handwerksrolle eingetragen werden. Mobile Friseurdienstleistungen können unter bestimmten Voraussetzungen von der Meisterpflicht befreit sein. Auch Barbershops, die Haarschnitte anbieten, unterliegen der Meisterpflicht.
Ausgestellt von: Handwerkskammer
Sonnenstudio-Betrieb (UV-Schutz-Verordnung)
RegionalDer Betrieb eines Sonnenstudios in Deutschland wird durch die UV-Schutz-Verordnung (UVSV) geregelt, die strenge Anforderungen an Geräte, Personal und Kundensicherheit stellt. Sonnenstudios werden nicht durch eine einzelne Genehmigung zugelassen, müssen aber vor der Eröffnung zahlreiche Vorschriften erfüllen.Geschultes Fachpersonal muss während des gesamten Betriebs anwesend sein. Die Qualifikation erfordert eine 12-stündige akkreditierte Schulung mit Prüfung sowie eine Auffrischungsschulung alle fünf Jahre. Alle UV-Geräte müssen die Bestrahlungsstärke auf 0,3 Watt pro Quadratmeter erythemwirksamer Bestrahlung begrenzen und eine automatische Abschaltung haben. Minderjährigen ist der Zugang zu verwehren. Für jedes Gerät muss ein Betriebsbuch geführt, eine UV-Schutzbrille angeboten und bei jedem Kunden eine Hauttypbestimmung durchgeführt werden.
Ausgestellt von: Gewerbeaufsichtsamt